Pressetext "COPD - der schleichende Tod"
27. Juli 2006München. COPD ist eine Erkrankung der Lunge mit Folgen für den gesamten Körper. COPD hat nichts Spektakuläres, wie etwa ein Herzinfarkt, bei dem eine Verstopfung der Herzkranzgefäße das Herz stilllegt. COPD ist eine schleichende Erkrankung, bei der die Lungenstruktur von den Betroffenen unbemerkt geschwächt und zerstört wird. Symptome der COPD sind Kurzatmigkeit, Husten, Auswurf und Atemnot. Die Atemnot tritt zunächst bei Belastung und später sogar in Ruhe auf, so dass jede Bewegung zur Anstrengung wird. In Europa stirbt alle zwei bis drei Minuten ein Mensch an den Folgen einer COPD.
Die Abkürzung COPD steht für die englischen Worte "Chronic Obstructive Pulmonary Disease". Die deutsche Übersetzung lautet "Chronisch obstruktive Lungenerkrankung". COPD ist also eine lebenslang andauernde Erkrankung, bei der die Bronchien verengt sind. Die stete Verengung der Bronchien führt dazu, dass die Luft nicht mehr vollständig aus der Lungen entweichen kann. Die dadurch entstehende dauerhafte Überblähung der Lunge führt schließlich zu einer Zerstörung der Lungenstruktur. Die Lunge kann ihre lebenswichtige Aufgabe, die Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid und anderer Gase, fortschreitend immer schlechter erfüllen. Folge dieser Fehlfunktion sind ein niedriger Sauerstoffspiegel und ein erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut mit fatalen Auswirkungen auf den gesamten Organismus.
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Der Hauptauslöser der COPD ist in 90 Prozent der Fälle das Zigarettenrauchen. Intensive oder langandauernde Belastungen der Luft am Arbeitsplatz durch Staub, Chemikalien oder Dämpfe können unabhängig vom Rauchen COPD verursachen und steigern das Risiko von Rauchern, an einer COPD zu erkranken. Passivrauchen im Schulalter führt zu Atemwegssymptomen und reduziert nachweislich die Funktion der Lunge. Im späteren Leben können diese Veränderungen zu COPD führen.
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| Spirometer |
Die COPD kann durch einen einfachen Lungenfunktionstest, die Spirometrie, diagnostiziert werden. Die Spirometrie ist eine schnelle, preisgünstige und den Patienten nicht belastende Untersuchungsmethode. Der Patient führt dazu auf Anweisung des Arztes oder der Arzthelferin bestimmte Atemmanöver am Mundstück eines Spirometers aus. Die Messung dauert in der Regel 5 bis 10 Minuten. Besonders Personen mit einer Vorgeschichte an Risikofaktoren (z. B. Rauchen) und Symptomen, wie Husten, Auswurf und Kurzatmigkeit bei Belastung sollten einen Lungenfunktionstest durchführen lassen.
Weltweit sind Schätzungen zufolge 44 Millionen Menschen von einer COPD betroffen. Die Häufigkeit einer COPD variiert in Europa je nach Land zwischen 4 und 10 Prozent der Bevölkerung. An einer COPD sterben allein in Europa jährlich 200.000 bis 300.000 Menschen. Das entspricht etwa dem Totalverlust von täglich einem vollbesetzten Airbus A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt.
Die COPD steht heute weltweit an Platz sechs der häufigsten Todesursachen. Schätzungen von Experten zufolge wird COPD im Jahr 2020 Platz drei der häufigsten Todesursachen nach Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Schlaganfall einnehmen.
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